Über Krav Maga
Was macht Krav Maga so einzigartig?
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::: IKMF: Kleidung, Graduierungen, Instructor's
Course, Curriculum :::
::: Der Unterschied: Krav Maga (Imi-System)
vs andere KM-Formen :::
Krav Maga (zu deutsch "Kontaktkampf") ist das Selbstverteidigungs-
und Nahkampfsystem der israelischen Armee und hat weite Verbreitung
bei Polizei- und Justizbehörden der USA gefunden. Als innovative,
effektive und praktikable Selbstverteidigung und Kampfmethode
hat es viel Anerkennung erhalten. In Europa trainiert etwa die
Anti-Terror-Truppe
GIGN (französisches Pendant zur deutschen GSG9) Krav
Maga.
Krav Maga beruht auf den natürlichen Reflexen des Menschen
und ist einfach zu lernen. Es bedient sich instinktiver Bewegungen
und lehrt praktikable Techniken für Jedermann nach logischen
Prinzipien. Gelehrt wird Krav Maga in realistischen Trainings-Szenarios.
Eines seiner besonderen Merkmale ist seine ausgefeilte Lehr-Methodik
und - Didaktik.
Krav Maga - in der militärischen Praxis entstanden
Krav Maga wurde von den israelischen Streitkräften entwickelt,
um
- einerseits Rekruten und Reservisten in mäßiger
körperlicher Verfassung möglichst schnell auf ein
akzeptables physisches und nahkampftechnisches Niveau zu bringen,
- andererseits Angehörigen von polizeilichen und militärischen
Sondereinheiten effektiv ein "Handwerkszeug" für
ihre gefährliche Aufgabe zu vermitteln.
Das System ist in einer extrem gewalttätigen
Umgebung entstanden und darf sich so die weltweit ernstfallerprobteste
Methode des waffenlosen Kampfes nennen.
"Don't get hurt"
Krav Maga besteht überwiegend aus Hand- und Fußtechniken,
sowie einigen Hebeln und Würfen. Von den bekannten Systemen
überwiegend fernöstlicher Herkunft unterscheidet es
sich vor allem durch seine strikte Ausrichtung auf die Belange
der "Straße". Viele seiner Techniken und Bewegungen
wirken daher unästhetisch, gar häßlich - oder
halten nicht den Perfektionskriterien etwa der Grundschule und
Formenübungen von Karate oder Taekwondo stand.
Es gibt dementsprechend keine Kata oder Hyong, keine Bindung
an eine bestimmte Tradition, Kultur, Philosophie oder Religion.
"Don't get hurt" ist alles, was zählt: Folglich
ist eine KM-Technik nicht perfekt, wenn sie schön ist, sondern
wenn sie dem Zweck dient: Gewalttätige Konflikte möglichst
unbeschadet zu überstehen, wenigstens zu überleben.
"Keep it simple and stupid"
Im Krav Maga werden Techniken betont, die im sportlichen Wettkampf
anderer Systeme nicht eingesetzt werden, weil sie entweder zu
gefährlich sind oder wenig Punkte bringen. Beispielsweise
ist der Hammerfaustschlag eine überaus effektive Technik,
besonders auf engem Raum. Vorteil: Kaum Eigengefährung der
eigenen Hand (im Gegensatz zum geraden Fauststoß, der bei
der Kollision mit einem harten Schädel schon mal zum Bruch
der Hand führen kann). Anderes Beispiel: Beißen.
Demzufolge
gibt es im Krav Maga auch keine sportlichen Wettkämpfe. Sehr
früh werden aber Trainingsmethoden eingesetzt, die den KM-Schüler
unter Druck setzen und ihm eine Situation voller Stress bescheren.
So werden physische und psychische Belastung einer realen Konfrontation
näherungsweise simuliert. Je nach Trainingsgruppe - Zivilisten,
Polizisten, Soldaten - können diese Stress-Trainings intensiviert
werden.
Diese Trainingsmethoden sind von den bekannten israelischen Eliteeinheiten
genutzt worden und haben ihre Wirksamkeit in unzähligen Kampfeinsätzen
bewiesen.
Grundsätzlich wird zwischen Selbstverteidigungs- und Kampfsituationen
unterschieden. Im Falle der Selbstverteidigungstechniken wird
davon ausgegangen, dass man von einer Attacke überrascht
wird und nicht schon kampfbereit ist. Geübt wird daher aus
einer neutralen Grundstellung heraus.
Selbstverteidigung und Kampf
Aus den Abwehrhandlungen einer Selbstverteidigung mag sich ein
richtiger Kampf, sprich: eine Prügelei, entwickeln. Doch
erst einmal geht die Krav Maga-Variante einer Selbstverteidigung
für Zivilisten davon aus, dass der durchschnittliche Angreifer
von der Gegenwehr in die Flucht geschlagen wird oder dass es der
angegriffenen Person gelingt, zu fliehen. Denn für den Zivilbürger
gilt: "Don't get hurt!" - will sagen: Man soll die Situation
nicht heroenhaft als klarer Sieger bestehen, sondern an seine
Gesundheit denken. Und dementsprechend es bei der Gegenwehr belassen,
die die unmittelbaren Folgen einer Attacke beantwortet. Dies hat
auch nüchterne taktische Gründe: Je länger man
sich mit dem Angreifer beschäftige, desto größer
die Gefahr, dass sich das Blatt wendet - und sei es in Gestalt
von ein paar Kumpanen des Angreifers.
Für Sicherheitskräfte gelten natürlich andere Spielregeln
- sie müssen den Gegner entweder festnehmen oder endgültig
ausschalten. Und natürlich wird auch in der zivilen Variante
des Krav Maga der Kampf, sprich: eine Prügelei, geübt.
Für
Selbstverteidigung wie Kampf, für Zivilisten wie Polizisten
und Soldaten aber gilt das Prinzip der Vorwärtsverteidigung.
Ist der Notfall da, wird offensiv, direkt, schnell, ohne Umschweife,
ja geradezu aggressiv zu Werke gegangen. Ziel ist es, die Konfrontation
so schnell wie möglich so umfassend wie nötig zu beenden.
Waffenabwehr
Besonderen Raum nimmt im Krav Maga die Waffenabwehr ein. Für
(europäische) Bürger ist dabei mehr die Verteidigung
gegen Stich- und Schlagwaffen interessant, für Sicherheitskräfte
die Verteidigung gegen Angriffe und Bedrohungen mit Faustfeuerwaffen,
Sturmgewehren und Maschinenpistolen, sowie Handgranaten.
Sich einem Angriff durch Flucht zu entziehen, gehört dabei
ebenso zu den Mitteln wie präventive Maßnahmen oder
der Einsatz von jedwedem Hilfsmittel: Taschen und Rucksäcke,
Besenstiele und Bretter, Regenschirme und Kugelschreiber, Münzen
und Schlüsselbund - alles, was greifbar ist und gegen eine
Attacke eingesetzt werden kann.
Selbstverteidigung für die Gegenwart
Krav Maga wurde im Zuge der Bildung des Staates Israels entwickelt
und wird immer weiter verbessert. Im Krav Maga steckt die Erfahrung
der israelischen Sicherheitskräfte aus zahlreichen Kriegen
und Konflikten in den vergangenen 50 Jahren.
Krav Maga interessiert sich nicht für eine 500- oder gar
2000-jährige Tradition. "Think Krav Maga" - das
bedeutet auch: Das Leben ist hier und heute, und die Konfrontationen
sind jetzt und gleich.
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