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The Warrior Elite - The Forging of Class 228

Die Ausbildung zum Navy SEAL

Wer sich mit Krav Maga und anderen Methoden der Selbstverteidigung und des Nahkampfes beschäftigt, interessiert sich auch häufig dafür, wie es in den Sondereinheiten von Militär und Polizei zugeht – schließlich wird Krav Maga auch von israelischen Spezialkräften geübt.

Während aber die israelischen Sondereinheiten sich überwiegend bedeckt halten, gibt es eine breite Berichterstattung über die berühmten US-amerikanischen Navy SEALS. Dick Couch, selbst früher bei der legendären Truppe, konnte ihnen ganz nahe zu Leibe rücken: Sein 2003 erschienenes Buch „The Warrior Elite – The Forging of Class 228“ schildert den harten Ausbildungsweg von rund 20 Männern, die das Eingangs- und Einführungstraining BUD/S (Basic Underwater Demolition/Seals) erfolgreich absolvierten. Und er erzählt ebenso von den mehr als 80 Männern, die es nicht schafften, die überaus strengen Anforderungen dieser Lehrgangsklasse zu bewältigen: Darunter Männer, die trotz bester Leistungen aufgrund von Verletzungen ausscheiden mussten – denn das Regiment der Auswahl läßt nur einen medical rollback zu.

Autor Dick Couch graduierte 1969 mit Class 45, leitete eine erfolgreiche Gefangenenrettungs-Mission im Vietnam-Krieg - und er spürt besonders den Veränderungen nach, die das Training in der Zwischenzeit erfahren hat. Dass er zur Truppe gehört hatte, gab ihm die Möglichkeit, besonders nah ans BUD/S-Geschehen heranzurücken – und so beschäftigt sich sein Buch nicht mit spekulativen Überlegungen aus der Ferne, sondern läßt den Leser die Monate in Indoc Training, Phase 1,2 und 3 und selbstverständlich die unerbittliche Hell Week direkt miterleben.

The only easy day was yesterday lautet das BUD/S-Motto, und ihre Tage verbringen die Männer meistens in einem Zustand: cold, wet and sandy. Was von ihnen verlangt wird zu ertragen, würde wohl in anderen Zusammenhängen teilweise als Folter bezeichnet werden. Doch aus schon starken Kerlen – unter den Bewerbern sind viele bereits durch die harte Schule der Marines oder der Eliteakademie in Annapolis gegangen – soll eben eine Krieger-Elite im Dienste der USA geformt werden, eine Truppe, die niemals aufgibt, eine Formation, die niemals einen Kameraden zurückläßt.

Couch vermittelt unverblümt, wie die BUD/S-Instructors arbeiten, um ein Team aus Individualisten mit höchster Leistungsbereitschaft zu formen: „It always pays to be a winner“ (in Form von mehr Pausen und Schlaf) einerseits, andererseits zahlen alle, wenn einer einen Fehler macht. Wer nach einem spannenden Buch sucht, das den Geist der SEALS beschreibt, das den Weg zum Elitekämpfer unbeschönigt darlegt, ist mit „The Warrior Elite“ bestens bedient.

Vorsicht! Das Buch kann sehr motivierend wirken, die eigenen Unzulänglichkeiten, Schlappheiten, Ausreden anzugehen: Wer bei der Lektüre die Leistungen der BUD/S-Kandidaten in Schwimmen, Laufen, Krafttraining, technischen und theoretischen  Lernens vor Augen hat, kann schwerlich dem inneren Schweinehund weiterhin viel Spielraum lassen.

Fürs eigene Training kann man also viel mitnehmen. U.a. die Erkenntnis, dass SEALS keine Riesen oder superstarken Kerle sind, sondern eher mittelgewichtige Allrounder in den sportmotorischen Eigenschaften Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Geschicklichkeit. Oder, dass der Wille alles ist. Oder, dass ausdauerndes Schwimmen keine Hexerei ist und zum Bewegungsrepertoire eines Menschen dazu gehören sollte.

Dem Krav Maga-Übenden sei besonders eine Passage ins Stammbuch geschrieben:

„Even Navy SEALS know fear, and here, we’re talking about paralyzing, oh-please-God-no, pee-in-your-pants fear. They were scared, but they were also very well trained. In life-and-death-situations, mortal fear can cause men to freeze – totally immobilize them. Often, only the confidence instilled by repetition and drill can get them moving. Often, there is a fine line between preparation and bravery.“

Übrigens: Über das Nahkampftraining der SEALs erfährt man in dem Buch nichts. Es ist wohl nicht Bestandteil von BUD/S.

Krav Maga ist das Selbstverteidigungs- und Nahkampfsystem der israelischen Armee und hat weite Verbreitung bei Militär, Polizei- und Justizbehörden anderer Staaten gefunden.

Krav Maga beruht auf den natürlichen Reflexen des Menschen und ist einfach zu lernen. Es bedient sich instinktiver Bewegungen und lehrt praktikable Techniken für Jedermann.

Gelehrt wird Krav Maga in realistischen Trainings-Szenarios. Ein Merkmal ist seine ausgefeilte Lehr-Methodik und - Didaktik.

Das KM Center Frankfurt/Rhein-Main bietet Selbstverteidigung und Eigenschutz für Bürger, Polizei- und Sicherheitskräfte, Sozialarbeiter und Angehörige von Berufsgruppen mit speziellen Risiken. Siehe Seminare

Krav Maga ist ein "Exportartikel" von SIBAT - der Verkaufsorganisation des israelischen Ministry of Defense, die außer Waffen & Equipment auch Mittel & Methoden weltweit vertreibt.
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© Oliver BechmannVorige Seite Zum Seitenanfang