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Wer hat Daniel Pearl ermordet?

Der Tod eines Journalisten und die Verstrickungen des pakistanischen Geheimdienstes mit al-Qaida

Daniel Pearl war Südostasien-Korrespondent des Wall Street Journal – und er wurde eine Woche nach seiner Entführung durch islamistische Terroristen vor laufender Kamera im Januar 2002 hingerichtet. Das Verbrechen erschütterte damals die Welt. Der französische Autor und Philosoph Bernard-Henri Lévy– er gilt als einer der namhaftesten Intellektuellen Frankreichs - begab sich ein Jahr lang auf Spurensuche. Er reiste nach Pakistan, Afghanistan, Bosnien, Indien und Amerika – teilweise unter Gefahr für Leib und Leben.

Soweit eine beachtenswerte Leistung. Lévy hat viel herausgefunden. Vor allem über die Verstrickung pakistanischer Behörden in den Fall.

Und gewiss muss es den Westen irritieren, wenn Lévy klarlegt, dass der Pearl-Mörder Omar keineswegs ein pakistanischer Hinterwäldler war, des Lesens und Schreibens kaum fähig, den ein kaum mehr gebildeter Mullah verführt hat. Sondern ein englischer Musterschüler. Einer der mitten innerhalb der Segnungen des Westens aufgewachsen war, der ein Produkt des Westens und seines liberalen Geistes war. Und dennoch – oder gerade deswegen? – sich dem radikalen Islamismus zuwandte.

Ich allerdings habe die Lektüre nach der Hälfte der Seiten aufgegeben. Lévys Stil ist zu egozentrisch, zu selbst-beweihräuchernd, zu selbstgerecht, zu emotional – und zu spekulativ. Dass der Autor sich hemmungslos in den Mittelpunkt seines Werkes stellt, mag angehen. Dass er die Wissenslücken, die bleiben, mit Phantasien füllt, mit Gedankenspielen, wie es gewesen sein könnte, wie es sich abgespielt haben könnte, ist schwerlich zu ertragen. Auch wenn der Verlag das Buch nicht als Fakten-Dokumentation, sondern als „Untersuchungsroman“ anpreist.

Das mindert den Wert des Buches für den am Thema Terrorismus Interessierten nicht generell. Ich allerdings habe aufgegeben.

Bernard-Henri Lévy: Wer hat Daniel Pearl ermordet? Der Tod eines Journalisten und die Verstrickungen des pakistanischen Geheimdienstes mit al-Qaida, Econ-Verlag, September 2003, 431 Seiten, ISBN: 3430112060

Krav Maga ist das Selbstverteidigungs- und Nahkampfsystem der israelischen Armee und hat weite Verbreitung bei Militär, Polizei- und Justizbehörden anderer Staaten gefunden.

Krav Maga beruht auf den natürlichen Reflexen des Menschen und ist einfach zu lernen. Es bedient sich instinktiver Bewegungen und lehrt praktikable Techniken für Jedermann.

Gelehrt wird Krav Maga in realistischen Trainings-Szenarios. Ein Merkmal ist seine ausgefeilte Lehr-Methodik und - Didaktik.

Das KM Center Frankfurt/Rhein-Main bietet Selbstverteidigung und Eigenschutz für Bürger, Polizei- und Sicherheitskräfte, Sozialarbeiter und Angehörige von Berufsgruppen mit speziellen Risiken. Siehe Seminare

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© Oliver BechmannVorige Seite Zum Seitenanfang