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Krav Maga: Abwehr mehrerer Angreifer
Beim Straßenkampf bleibt es häufig nicht beim Einer-gegen-Einen
Von Eyal Yanilov und Dana Ben Kaplan
Eine Schlägerei ist niemals schön: Zwei Leute schlagen
und treten aufeinander ein, vielleicht sogar bei guter Deckung
und raffinierten Finten. Aber wirklich übel wird es erst,
wenn überraschend sich ein Dritter dazugesellt (der nicht
der Schiedsrichter ist, denn es handelt sich ja um einen Straßenkampf)
– ein Freund einer der beiden Streithähne, und der
schlägt dem Gegner seines Kumpels in den Nacken. Aus, vorbei
–alle gehen nach Hause, außer der auf dem Boden.
In viele Straßenschlägereien sind mehr als zwei Leute
verwickelt. Es gibt beispielsweise genügend Fälle, in
denen alkoholisierte Jugendliche jemanden angreifen, nachdem sie
einen gewalttätigen Film gesehen haben und nun versuchen,
diesen nachzuspielen. Nur ist dieses Spiel bitterer Ernst.
Die typische Verhaltensweise von Angreifergruppen
- Eine Gruppe mit mehreren Angreifern kann aus mehreren Richtungen
attackieren. Die Angreifer können einzeln und unabhängig
voneinander vorgehen oder als Team agieren (vor allem, wenn
sie darin Erfahrung haben oder gar dafür trainiert sind).
- Meistens folgt ein Angriff auf eine Art Eröffnung bzw.
Provokation: also Anmache, Beleidigungen – oder auch nur
eine Frage. Ein völlig überraschender Anschlag ohne
jede Vorwarnung ereignet sich relativ selten.
- Einzelne Mitglieder einer Gruppe können sich aggressiver
oder anders als normal gebärden, weil sie die anderen beeindrucken
oder ihre Rolle in der Gruppe etablieren wollen.
- Ein Gruppenmitglied mag für sich stark sein, aber in
vielen Fällen beruht die Stärke von Gruppenmitgliedern
darauf, dass sie zu dieser Gruppe gehören. Im letzteren
Fall sind solche Personen ohne Unterstützung und Aufmerksamkeit
der Gruppe nichts anderes als heiße Luft. Falls Sie so
jemanden alleine antreffen, ist er gar nichts; aber warten Sie,
bis seine Freunde mit von der Partie sind!
- Ein Angriff kann beginnen, wenn einer der Gruppenmittglieder
versucht, seine Freunde zu beeindrucken oder sich aufspielt.
Das passiert häufig, wenn eine Gruppe irgendwo herumlungert
und zufällig ein potentielles Opfer vorbeikommt.
- Manchmal schickt die Gruppe ihr schwächstes Mitglied
vor, um das Opfer zu provozieren, einzuschüchtern oder
einfach nur abzuchecken. Die Gruppe wird aus dem Verhalten des
Opfers erfahren, wie es um seine Kampfkraft bestellt ist und
wie groß sein Kampfgeist ist. Die Provokation gibt außerdem
der Gruppe eine Entschuldigung für ihren Angriff.
- Überraschende, aber geplante Angriffe können vorkommen,
wenn einer oder mehrere Gruppenmitglieder die Aufmerksamkeit
des Opfers von vorne auf sich ziehen, während andere von
der Seite oder von hinten angreifen. Die üblichen Angriffe
beinhalten Schläge, Umklammerungen, Würgen von hinten
– alles, was dazu dient, die Bewegungsfähigkeit des
Opfers einzuschränken und die das Opfer außerdem
für direkt folgende Angriffe von vorne exponiert.
- Sexuelle Übergriffe passieren häufig, wenn die Angreifer
alkoholisiert sind oder unter Drogen stehen – meistens
auf Parties oder bei ähnlichen Anlässen.
- Angreifer können bewaffnet sein – mit Messern,
Stöcken, Schusswaffen oder Ähnlichem. In diesen Fällen
werden die Waffen häufig zur Drohung oder direkt aggressiv
eingesetzt. Es gibt aber durchaus auch Angreifer, die weniger
entschlossen vorgehen.
Grundsätzliche Drills und Techniken im Krav Maga
Einige der Übungen im Krav Maga beinhalten:
- Grifflösetechniken gegen zwei oder drei Angreifer, bei
denen der Verteidiger von den Angriffen überrascht oder
in seiner Wahrnehmungsfähigkeit bewußt beeinträchtigt
wird (Augen erst geschlossen und/oder generell verdunkelter
Übungsraum bzw. dunkle Umgebung, speziell beim Outdoor-Training).
- Drills und Kampfspiele gegen mehrere Angreifer (bis zu vier),
die schlagen, treten oder nach dem Übenden greifen. Zu
Beginn gibt es bei diesen Übungen einschränkende Spielregeln,
im fortgeschrittenen Stadium natürlich immer weniger.
- Grundlegende Techniken, Drills und Kampfspiele gegen mehrere
bewaffnete Angreifer.
Im Krav Maga trainiert man außerdem die Nothilfe bzw. die
Verteidigung eines Dritten (Freund, Familienmitglied, Schutzperson,
Kollege) gegen mehrere Angreifer.
Die Bedeutung von Prävention und Deeskalation
So ziemlich jeder, der einmal einen rauhen Drill gegen drei oder
vier Angreifer trainiert hat, kommt sehr schnell zu dem Schluß,
dass es besser wäre, gar nicht kämpfen zu müssen.
Daher muss man aktiv Techniken und praktische Vorgehensweisen
üben, mit denen man eventuell die Aggression des Angreifers
senken kann.
(Ausführliche Fassung im Mitgliederbereich...)
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Authentic Krav Maga.
Straight from the source.
Krav Maga ist das Selbstverteidigungs-
und Nahkampfsystem der israelischen Armee und hat weite
Verbreitung bei Militär, Polizei- und Justizbehörden
anderer Staaten gefunden.
Krav Maga beruht auf den natürlichen Reflexen des
Menschen und ist einfach zu lernen. Es bedient sich instinktiver
Bewegungen und lehrt praktikable Techniken für Jedermann.
Gelehrt wird Krav Maga in realistischen Trainings-Szenarios.
Ein Merkmal ist seine ausgefeilte Lehr-Methodik und -
Didaktik.
Das KM Center Frankfurt/Rhein-Main
bietet Selbstverteidigung und Eigenschutz für Bürger,
Polizei- und Sicherheitskräfte, Sozialarbeiter und
Angehörige von Berufsgruppen mit speziellen Risiken.
Siehe Seminare
Krav Maga der IKMF ist ein "Exportartikel"
von SIBAT
- der Verkaufsorganisation des israelischen Ministry of
Defense, die außer Waffen & Equipment auch Mittel
& Methoden weltweit vertreibt.
Mehr Referenzen...
Was unterscheidet
Krav Maga der IKMF von anderen KM-Formen?
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